Die Hochschule Hamm-Lippstadt zeichnet sich durch ihr innovatives Lehrgebiet „Human-Machine-Interface Technologien“ aus, das unter der Leitung von Prof. Dr. Achim Rettberg an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine forscht und entwickelt. Der Fokus dieses Fachgebiets liegt auf der Entwicklung benutzerfreundlicher und effizienter Mensch-Maschine-Interaktionssysteme, die insbesondere in der Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge (IoT) eine zentrale Rolle spielen. Ein wichtiger Bestandteil der Forschung ist die Modellierung und Validierung eingebetteter Systeme, wobei insbesondere die Echtzeitfähigkeiten und Sicherheitsaspekte dieser Systeme im Vordergrund stehen, um eine hohe Zuverlässigkeit und Leistung zu gewährleisten.
Die Forschung zu Human-Machine-Interfaces (HMI) und Mensch-Maschine-Interaktionen (MMI) befasst sich mit der Entwicklung neuer Paradigmen für die Interaktion zwischen Menschen und Maschinen. Ziel ist es, Technologien zu schaffen, die eine intuitive und effiziente Nutzung ermöglichen, um den steigenden Anforderungen in modernen technologischen Umfeldern gerecht zu werden. Dabei wird auch die Entwicklung von selbst adaptierenden Benutzungsschnittstellen als individuelles Assistenzsystem vorangetrieben, um die Interaktion mit Maschinen noch benutzerfreundlicher zu gestalten.
Einige der Forschungsprojekte an der Hochschule Hamm-Lippstadt umfassen „GAIA-X4AGEDA“, ein Projekt zur Entwicklung einer Software-Architektur für Fahrzeuge als Edge-Devices, das datengetriebene Anwendungen und eine dynamische Anpassung von Fahrzeugfunktionen ermöglicht. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und umfasst namhafte Partner wie Volkswagen, Bosch und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ein weiteres Projekt ist „PlugIN“, das eine Plattform für sich selbst adaptierende Benutzungsschnittstellen zur Gerätebedienung entwickelt. Weitere Projekte wie „MIA-PROM“ und „DIDYMOS-XR“ beschäftigen sich mit der Entwicklung multimodaler interaktiver Assistenzsysteme und digitalen dynamischen Zwillingen für Extended Reality (XR).
Die Hochschule arbeitet in diesen Projekten eng mit verschiedenen industriellen Partnern zusammen und setzt moderne Infrastrukturen ein. Hierzu zählen unter anderem Leap Motion Controller und Geräte zur gestenbasierten Steuerung sowie großflächige Multi-Touch-Systeme, die eine natürliche Benutzeroberfläche ermöglichen. Die Forschungsarbeit wird zudem durch den Einsatz von innovativen Technologien wie Reactable, Polytouch und GestureWorks unterstützt. So trägt die Hochschule Hamm-Lippstadt maßgeblich zur Weiterentwicklung der Mensch-Maschine-Interaktion und zur Schaffung zukunftsfähiger Technologien bei.